Hintergrundwissen: Darum altert die Haut

Jede Zelle im Körper altert, auch wenn nicht alle Zellen gleich schnell altern. Sichtbar wird der Alterungsprozess auch an der Haut. Sie wird dünner, verliert an Elastizität. Zuerst bilden sich kleine Fältchen, dann folgen tiefe Falten, oft mit Altersflecken an den Händen und im Gesicht. Doch woran genau liegt das?

 

Sowohl intrinsische (von innen kommende) als auch extrinsische (äußerliche) Faktoren sind für die Hautalterung verantwortlich. Zu den intrinsischen Faktoren zählen zum einen freie Radikale, die unter anderem als Abfallprodukte der Zellatmung entstehen und Schäden in den Zellen verursachen können, wenn es nicht gelingt sie unschädlich zu machen. Nehmen die Schädigungen Überhand, sterben die Zellen. Zum anderen existiert in der Zelle selbst eine Art innere Uhr, die mit jeder Zellteilung weiter abläuft. Solange, bis keine weitere Zellteilung mehr möglich ist.

Mit zunehmender Alterung kommt es außerdem zu einem Abbau des Gewebes in der Dermis (= Lederhaut). Die Dermis ist für die Versorgung der Epidermis (Oberhaut) verantwortlich. Es werden weniger Matrixproteine (Kollagene/Elastine) gebildet, weil die Fibroblastenaktivität zurückgeht, die Verzahnung zwischen Dermis und Epidermis flacht ab, so dass die Epidermis nicht mehr ausreichend gut versorgt werden kann. Die Struktur der extrazellulären Matrix ändert sich. Natürliche Feuchtigkeit geht ebenfalls verloren. Auch die Unterhaut ist von Veränderungen betroffen, dort wird vor allem Fett abgebaut. Alles in allem wird die Haut dadurch dünner, blasser, erscheint trockener und ist weniger elastisch. Fältchen entstehen.

 

Haut Schema

Schematische Darstellung der Haut

 

Gestresste Zellen und freie Radikale

Entscheidend für den Hautalterungsprozess sind allerdings ebenso äußere Faktoren, von denen wir die meisten selber beeinflussen können. Neben Stress, schlechter Ernährung, Umweltverschmutzung, Alkohol-und Zigarettenkonsum spielt vor allem die Sonne eine große Rolle, dieses führt zur erhöhten Produktion freier Radikale. Die Zelle leidet unter sog. oxidativem Stress. Die freien Radikale greifen in verschiedene Signalwege ein, wodurch letztendlich Proteine und Lipide in der Haut verändert werden. Die Haut erscheint faltiger.

Zum Glück kann man mit der entsprechenden Pflege der Hautalterung entgegenwirken: Vermeidet exzessives Sonnen, verwendet in der Sonne Sonnenschutz und schützt Euch täglich mit einem guten Pflegeprodukt mit Antioxidantien. Achtet dringend darauf, dass ihr eine auf euren Hauttyp abgestimmte Pflege wählt. Lasst euch dazu am besten von einer Kosmetikerin beraten.

Was tun bei ersten Alterungserscheinungen?

Sind bereits Fältchen vorhanden, gibt es viele Produkte mit Wirkstoffen, die diesen den Kampf ansagen. Bekannt ist u.a. Vitamin A (Retinol und dessen Derivate)oder vergleichbar wirkende Inhaltsstoffe. Vitamin C bekämpft nicht nur freie Radikale, sondern unterstützt die Neubildung von Kollagen. So kann es für ein verjüngt erscheinendes Hautbild sorgen.

Wenn ihr nun auch noch eure Lebensumstände verändert, genügend schlaft, weitestgehend auf Zigaretten und Alkohol verzichtet und euch regelmäßig Auszeiten gönnt, helft ihr eurer Haut zusätzlich. Setzt auch auf den Trick der Supermodels und trinkt möglichst viel Mineralwasser!

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