Layering: Schicht für Schicht zum Pflegeerfolg

Was versteckt sich hinter dem Layering?

Es ist der angesagteste Beauty-Trend der letzten Zeit: Layering. Schicht für Schicht wird gecremt, geklopft, massiert für noch mehr Pflegepower durch die wirkungsvolle Kombination einer Vielzahl an Beautyprodukten. Aber wie neu ist dieser Trend? Ist es überhaupt ein Trend an sich? Und was versteckt sich hinter dem Layering?

 

„Endlich hat das Kind einen Namen!“ dachte ich mir, als ich zum ersten Mal vom „Layering“ gehört habe. Bis vor kurzem war ich der Meinung, ich wäre ein absoluter Pflege-Rowdy. Zu viele Produkte übereinander und das von den verschiedensten Marken. Es können bei mir gar nicht genügend Schichten sein, damit ich mir selbst sagen kann, dass ich alles, aber auch alles Mögliche getan habe, damit sich meine Haut super zart und perfekt gepflegt anfühlt. Was glaubt ihr, wie glücklich ich war, als ich in verschiedenen Beauty-Blogs über das Thema Layering gestolpert bin. Vielleicht machte ich ja doch nicht alles falsch.

Das Wort Layering kommt aus dem Englischen und bedeutet „schichten“, die Pflege-Technik stammt allerdings aus Japan. Das „le layering japonais” wie es im Französischen so schön genannt wird, bedeutet für die pflegebewußten Asiaten sich Zeit für die Pflege der Haut zu nehmen und das tägliche Beautyprogramm bzw. die einzelnen Pflegeschritte zu zelebrieren. Beim Layering geht es darum beim Pflegeritual die Produkte möglichst sinnvoll, effektiv und wirkungsvoll miteinander zu kombinieren und zwar in einer bestimmten Reihenfolge, um deren Wirkung zu ergänzen bzw. sogar zu verstärken. Die Kombination ist wichtig sowohl im Hinblick auf die Inhaltsstoffe wie aber auch auf die Textur, denn „passt“ ein Produkt nicht zu einem anderen, kann es zum Abribbeln kommen. Entweder man probiert also aus, was zu einander passt oder man folgt folgender Faustregel: kein leichtes Gel oder eine leichte Lotion über eine reichhaltige Creme. Fachlich bedeutet das: keine wasserlöslichen, „hydrophilen“ Wirkstoffe über fettliebende, „lipophile“. Ferner sollte jedes Produkt erst komplett eingezogen sein, bevor man das nächste aufträgt, ansonsten kann es auch hier zu dem unerwünschten „Krümeleffekt“ kommen. Außerdem hat das Einarbeiten der Pflege noch einen weiteren Vorteil. Die Haut wird besser durchblutet, wodurch wiederum die Wirkstoffe besser arbeiten können.

Bei mir sieht das in der Praxis morgens so aus:

Nach dem Aufstehen reinige ich meine Haut unter der Dusche per Doppelreinigung mit einer Kombination aus Reinigungs-Öl und Reinigungs-Schaum. Auch wenn ich morgens kein Makeup zu entfernen habe, so haben sich dennoch über Nacht genügend Rückstände auf der Haut gebildet, die es gilt zu entfernen.

Den anschließend aufgetragenen Toner lasse ich einziehen, während ich meine Zähne putze.

Nun folgt ein Anti-Aging Serum, welches ich auf dem Weg zur Kaffeemaschine einmassiere und auf den durchgelaufenen Kaffee warte. Entweder trage ich – je nach Bedarf meiner Haut – noch ein zweites Serum auf oder aber ich creme sie jetzt mit meiner Feuchtigkeitpflege ein. Hierbei lasse ich mir immer am meisten Zeit bis ich die reichhaltige Textur völlig eingearbeitet habe. In der Zwischenzeit checke ich meine Emails und schlürfe genüsslich an meinem Kaffee.

Jetzt sind die Spezialpartien an der Reihe: Augenpflege aufgetupft und eingeklopft, Lippenbalsam auftragen. Während die ihre Wirkung entfalten, ziehe ich mich schon einmal an.

Im Anschluss kommt noch das Make-up. Es ist erstaunlich , dass es trotz bzw. gerade aufgrund dieser vielen Schichten viel besser aussieht und nicht mehr fleckig wird. Abends sieht mein Pflegeritual genau die selben Schritte vor. Dabei ersetze ich allerdings Makeup durch ein Pflegeöl und Kaffee durch eine entspannende Tasse Tee.

Auch bei den Zusatzprodukten achte ich auf ein perfektes Layering , indem ich zum Beispiel erst ein Peeling mache, bevor ich ein bis zweimal in der Woche eine Maske auftrage – die Maske kann intensiver wirken, weil die Haut „freier“ ist. Interessant ist, dass die Produkte nicht vom selben Hersteller sein müssen, es jedoch Vorteile bringt, wenn dies so ist. Pflegeprodukte derselben Linie ergänzen sich in der Regel perfekt bzgl. ihrer Wirkstoffe, Konservierungsmitteln, Emulgatoren und Stabilisatoren. Das wiederum vermeidet Unverträglichkeiten und auch ein „sich aufheben“ der Wirksamkeit der Produkte.

Ich für meinen Teil kann mittlerweile von mir behaupten, dass ich kein Pflege-Rowdy sondern ein wahrer und vor allem langjähriger Layering-Profi bin. Wie sieht es bei Euch aus? Seid Ihr ins Geheim auch längst Layering Anhänger? Oder entdeckt Ihr das Thema gerade für Euch? Teilt doch Eure Erfahrungen zur Schichtarbeit mit uns. Welches ist Eure perfekte Layering Kombo?

Sollte das Thema Euer Interesse geweckt haben, Ihr aber noch unsicher sein, welche Produkte sich am besten kombinieren lassen, haltet Ausschau nach unserem Layering Beitrag Teil II. Hier geht es um Empfehlungen zum Layering von BABOR Produkten.

Zum Schluss noch ein wichtiger Tipp für den Sommer: Sonnenschutzprodukte sollten im Idealfall erst eine halbe Stunde nach der Tagescreme aufgetragen werden.

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