Zehn brennende Fragen zum Thema Sonnenschutz

Egal ob am Palmenstrand oder im Freibad, der optimale Schutz vor den unschönen Auswirkungen der Sonnenstrahlung ist unerlässlich.

Die wichtigsten Fragen rund um das Thema Sonnenschutz habe ich einmal für Dich zusammen getragen.

 

Was ist der Unterschied zwischen UVA und UVB und Infrarot?

Eines vorab: Es ist wichtig die Haut vor allen dreien zu schützen. UVA-Strahlung sorgt für eine „Sofortbräunung der Haut“ gleichzeitig führt die Strahlung, die bis in tief gelegene Hautschichten eindringt, zu Schädigungen die sich erst viel später bemerkbar machen, wie z. B. durch eine beschleunigte Hautalterung.

Die kurzwellige UVB-Strahlung merkt man sofort. Sie sorgt für die oft erwünschte Urlaubsbräunung der Haut, führt aber auch zu Sonnenbrand und einem erhöhten Hautkrebsrisiko. Schmerzt die Haut, ist es bereits zu spät, die Zellen der Haut sind schon angegriffen.

Die Infrarot -Strahlen verursachen das Hitzegefühl , sie dienen als alarmierende Signalgeber. Allerdings kann man sich nicht immer auf sie verlassen. Ist es zum Beispiel wolkig oder geht ein leichter Wind, verspüren wir die brennende Hitze und die damit verbundenen Gefahren der Sonne erst wenn es zu spät ist.

 

Was ist der Unterschied zwischen mineralischen Filtern und chemischen/organischen?

Die meisten mineralisch basierenden Sonnenschutzprodukte mit Titandioxod und Zinkoxid schützen, indem sie die Sonnenstrahlung reflektieren. Chemische oder organische Filter hingegen absorbieren die ultraviolette Strahlung. Sie legen sich wie eine schützende Schicht auf die Haut, die die Strahlung filtert und neutralisiert.

Heutzutage werden meist beide Filter in den Produkten kombiniert um ein möglichst großes Spektrum an UV Strahlung abzudecken und angenehme, leichtere nicht „weißende“ Texturen zu ermöglichen.

 

Wann sollte ich meinen Sonnenschutz auftragen? Vor dem Baden oder besser nach dem Baden?

Beides. Vor dem Baden, da noch 60-85% der Sonnenstrahlen ca. 50cm tief ins Wasser eindringen. Hinzukommt, das die Sonnenstrahlung durch Reflexion der Wasseroberfläche erheblich verstärkt wird. Nach dem Baden, selbst wenn der Sonnenschutz wasserfest war, so hält er nicht dem Abrubbeln mit dem Handtuch stand.

 

Kann ich den selben Sonnenschutz für Kinder verwenden wie für mich?

Sicher geht das. Es ist jedoch besser spezielle Produkte für Kinder zu verwenden. Die Haut von Kindern, insbesondere Kleinkindern und Babys ist viel dünner und empfindlicher als die von Erwachsenen. Ihre natürlichen UV-Eigenschutzmechanismen sind noch nicht vollständig entwickelt. Daher ist es unerlässlich gerade für die Kleinen einen möglichst hohen Sonnenschutz von SPF 50 zu verwenden. Außerdem sollte man für ihre Haut eher ein Produkt ohne mineralischen Filter , der häufig in Produkten für Erwachsene zu finden ist, verwenden. Sonnenpflege für Kinder sollte zudem unparfümiert sein um allergische Reaktionen zu vermeiden.

Babys bzw. Kleinkinder unter zwei Jahren sollten gar nicht in die Sonne gehen.

 

Kann ich meine Sonnenpflege aus dem letzten Jahr verwenden?

Wenn die Sonnencreme aus dem letzten Jahr noch neu ist und ungeöffnet, ist das absolut kein Problem. Ein Produkt sollte ohne weiteres 2-3 Jahre halten. Hat der Sonnenschutz allerdings bereits seine Dienste im vergangenen Jahr geleistet, das heißt es hat das Brutzeln in der Sonne genossen hat, war in mehreren Taschen unterwegs gewesen , hat mindestens eine Nacht im Freien verbracht und der Sand seine Spuren an Deckeln und Verschlusskappen hinterlassen , dann ist es höchste Zeit ihn in den Ruhestand zu schicken. Hier hilft nur neu kaufen, wenn man keine bösen Überraschungen erleben will.

 

Was schützt besser? Creme, Lotion oder Öl?

Der Schutz ist völlig unabhängig von der Konsistenz des Produktes. Bei einem Sonnenschutzprodukt kommt es lediglich auf den angegebenen Lichtschutzfilter an. Der Schutz eines Öls mit SPF 50 ist der gleiche wie bei einer Creme mit SPF 50.

 

Wie viel Produkt brauche ich?

Eincremen ist nicht gleich eincremen. Insbesondere mit dem Sonnenschutz sind wir meist viel zu sparsam. Normalerweise bräuchten wir gut und gerne eine Menge von 30-50ml pro Eincreme-Turnus, d.h. unsere Tube Sonnenschutz wäre nach spätestens 5 Anwendungen bereits aufgebraucht…. Da sich selten jemand mit so viel Produkt bedeckt, ist auf jeden Fall folgendes zu beachten:

  • Creme auch die Stellen ein, die gerne in Vergessenheit geraten wie Ohren, Nacken, Dekolleté oder Fußrücken.
  • Immer wieder Nachcremen! Das erneute Auftragen, alle 2 Stunden, verlängern die Schutzwirkung der Sonnenpflege zwar nicht, erhält diese jedoch aufrecht. Bitte beachte daher der angegebene Schutz gilt nur für einmal am Tag.
  • Trage zusätzlich schützende Kleidung, gerade beim Schnorchel
  • Suchen Sie sich nach Möglichkeit ein schattiges Plätzchen

 

Bekomme ich Pickel von Sonnenpflege?

Viele Sonnenpflegeprodukte sind Emulsionen, also eine Mischung von Lipiden und Wasser. Einige reichhaltige Texturen haben komedogene Eigenschaften; d.h. es ist möglich, dass diese Pickel verursachen . Um dem vorzubeugen ist es empfehlenswert auf seine Hautbedürfnisse zu achten; fettige oder Mischhaut sollte eher eine leichte Textur verwenden, die anstelle eines fettigen Films eventuell sogar mattierend wirkt.

 

Welchen SPF brauche ich?

Der SPF richtet sich nach den Bedürfnissen der Haut. Bist Du eher ein heller, schnell zu Sonnenbrand neigender Hauttyp oder empfindlich, empfiehlt sich immer ein hoher Schutz von LSF 30 und höher. Für dunkle Hauttypen oder bei vorgebräunter Haut ist ein mittlerer Schutzfaktor, z. B. LSF 20 durchaus ausreichend. Ist man unsicher, sollte man lieber zum höheren Schutzfaktor greifen, vor allem da man sich ohnehin selten „vorschriftsmäßig“ eincremt.

Unbedingt beachten solltest Du, dass zwischen 11 und 15 Uhr ist die ultraviolette Strahlung immer am stärksten ist. Gönne in dieser Zeit Deiner Haut doch einfach mal eine kühlende, sonnenfreie Ruhepause.

 

Was kann ich außerdem zur Vorbereitung auf den Sommerurlaub für meine Haut tun?

Die Vorbereitung sollte ein paar Wochen vor dem eigentlichen Urlaub beginnen. Als perfektes natürliches Antioxidans dient dazu Beta-Carotin. Es bereitet die winterblasse Haut auf die Sonneneinstrahlung vor und stellt gleichzeitig einen Sonnenschutz dar. Du kannst es über Nahrungsergänzungsmittel wie Beta-Carotin-Kapseln zu Dir nehmen, besser ist jedoch eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Der Vitalstoff steckt in gelb-orangem, aber auch dunkelgrünem Obst und Gemüse wie Karotten, Pfirsichen, Mangos, Aprikosen, Spinat, Feldsalat oder Mangold.

 

Und jetzt, Computer zu und raus in die Sonne! J

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